Schülergespräch mit Holocaust
Januar 2026
Anlässlich des Tages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz bot die Friedrich-Ebert-Stiftung Schulen die Möglichkeit, online am Gespräch mit der polnischen Holocaust-Überlebenden Ruth Melcer teilzunehmen.
Die Klassen 10A und 10B, die momentan das Thema „Nationalsozialismus“ im Geschichtsunterricht behandeln, versammelten sich zwischen 10 und 11 Uhr am 27. Januar, um dem Gespräch beizuwohnen.
Die im Jahr 1935 geborene Ruth Melcer beschrieb wie sie und ihre Familie die deutsche Besatzung in Polen erlebten und die Stationen, die schließlich dazu führten, dass sie 1944 im Vernichtungslager Ausschwitz landete.
Zwischendurch wurden immer wieder Fragen gestellt, die Schülerinnen und Schüler der teilnehmenden Schulen vorher eingesendet hatten. Das große Interesse zeigte sich daran, dass über 5000 Schüler und Schülerinnen zugeschaltet waren.
An manchen Stellen hatten einige Teilnehmer sicherlich einen Kloß im Hals, denn die eindringliche Schilderung von Frau Melcer war beeindruckend und für das hohe Alter der Dame sehr klar und präzise. Ein großer Dank gilt ihr dafür, dass sie sich vor einigen Jahren entschieden hat über ihre Erlebnisse vor Schülern zu sprechen, auch wenn es sie – wie die Moderatorin sagte – immer sehr viel Kraft und schlaflose Nächte kostet.
Ruth Melcer endete mit einem Appell, die Demokratie zu stärken und wachsam zu sein und dem Hass keine Chance zu geben.
